Wenn MÜSSEN dominiert, ist Zeit für eine Pause…

Aktualisiert: 26. Aug. 2021


…Warum? Lies gerne weiter 😉

Vor meinem Urlaub war ich ziemlich fest in meinem SOLLTE, MÜSSTE – Rad drinnen. Ich wollte alles irgendwie perfekt "fertig" machen. Mein Ziel war es alle Posts und Blogbeiträge vorzuplanen. Ich dachte, dass ich erst beruhigt in Urlaub gehen könnte, wenn alles perfekt geplant ist.

Was war das Resultat meiner Druck- Nummer? Ich hatte unglaublich viel Stress. Ich wusste nicht mehr wo vorne und hinten ist, hab unglaublich viel gearbeitet und bin nicht annähernd meinem Anspruch gerecht geworden. Wie das Leben dann auch so spielt, kamen noch unerwartete Termine dazu, die ich auch einhalten MUSSTE.

Du siehst- Druck pur! Hätte ich nicht irgendwann entschieden, dass ich mich diesem Druck in dieser Form nicht mehr hingeben möchte, wäre ich vermutlich absolut energielos in meinen Urlaub gestartet.

Was ist also in mir passiert? Ich habe eine Entscheidung getroffen! Ich hab mich für die Ruhe und Entspannung entschieden. Ich hab mir bewusst gesagt, dass jetzt mal Pause ist und ich nicht alles perfekt machen muss. Bei mir löst "müssen" immer eine riesen Anspannung im Körper aus. Ich verspanne mich, bekomm Kopfweh, etc. Wie ist das bei dir, hast du deinen Körper schon beobachtet?


Es ist doch ein absoluter Irrglaube, dass wir immer funktionieren und alles perfekt machen müssen. Wir nehmen uns oft selbst viel zu wichtig. Tatsächlich ist die Welt auch nicht untergegangen, als einige Dinge nicht erledigt waren. Das Leben ging weiter. Ich hatte einen großartig, entspannten Urlaub und das obwohl nicht annähernd die Dinge erledigt waren, die ich erledigen wollte.

Was wäre die Alternative gewesen? Natürlich hätte ich auch Tag und Nacht durcharbeiten können und alles fertig machen können. Doch dann hätte ich mich bestimmt ziemlich leer gefühlt und das macht für mich mittlerweile keinen Sinn mehr.

Also darfst auch du dich fragen, wo dein Anspruch an "sollte und müsste" ist…Musst du tatsächlich direkt nach dem Urlaub die gesamte Wäsche waschen oder ist es vielleicht eher so, dass du den Anspruch hast, dass zu Hause alles perfekt ist?

Ja, es tut manchmal weh sich einzugestehen, dass man sich selbst im Weg steht. Doch auf der anderen Seite bietet das eine großartige Freiheit. DU hast die Macht zu entscheiden was du solltest und müsstest. Und wenn du dich entscheidest, dich zu entspannen und einen Film zu schauen, statt die Wäsche zu machen, ist das absolut in Ordnung. Wenn es sich für dich gut anfühlt war die Entscheidung richtig.

Selbstverständlich gibt es Dinge die man machen „muss“. Doch bei all den Dingen, die dich super nerven darfst du dich fragen ob es vielleicht jemand anderes gibt, dem diese Aufgabe eher liegt.

Als Beispiel: Du hasst es mit deinen Kindern zum Frisör zu gehen. Vielleicht geht deine Schwiegermutter gerne zum Frisör, kannst du sie bitten das für dich zu erledigen?

Es ist ja doch so, dass nur wir selbst uns diesen Druck auflegen, wie wir richtig sein sollen und welche Aufgaben man als Mama, Frau, Partnerin etc erfüllen MUSS.

Hinterfrag dich da einfach liebevoll und wähle neu. Sprich mit deinem Partner, deiner Partnerin darüber was er/sie übernehmen kann. Denn auch, wenn wir es uns oft nicht eingestehen wollen, gibt es Menschen die manche Dinge besser und lieber machen als wir selbst.


Eine kleine Übung für dich:

1. Beobachte im Alltag, wo du Dinge tun MUSST.

2. Frage dich: Muss ich das wirklich machen oder ist es mein Ego- Anspruch, dass nur ich fähig bin diese Tätigkeit zu verrichten. (Was steht dahinter? Fühlst du dich schlecht, wenn du Aufgaben abgibst?)

3. Überlege wer diese Situationen übernehmen kann oder wie du die Tätigkeit anders gestalten kannst, dass sie mehr Spaß macht

4. Setze um! Nur wenn du aktiv wirst und ins Handeln kommst, wird sich etwas ändern


Wenn du bei Punkt 4 Unterstützung brauchst, kontaktiere mich gerne. In meinen 1:1 Sessions gebe ich dir gerne alle Tools an die Hand.


Alles Liebe,

Jacqueline