Was Selbstfürsorge und Achtsamkeit mit guten (Familien-) Beziehungen zu tun haben...

Für mich klangen diese beiden Wörter lange Zeit sehr abschreckend. Ich hatte tatsächlich eine riesen Ablehnung gegen das Wort ACHTSAMKEIT. Ich empfand diese Wörter als Trendwörter, die jeder verwendet und niemand eine Ahnung hat was sie eigentlich bedeuten. Wörter die einfach in jeden Satz eingestreut werden, um ihn gut klingen zu lassen, um der Welt zu zeigen : He schau wie weit ich bin, ich befasse mich mit Achtsamkeit…

Naja, ich denke du verstehst wie sich meine Ablehnung ausdrückte. Doch irgendwann begann ich mich damit auseinanderzusetzen warum diese Wörter so einen großen Widerstand in mir hervorriefen und ich hinterfragte für mich was diese Wörter für MICH bedeuten und welche Bedeutung ICH ihnen geben möchte. Ein paar Monate später wurde mir immer klarere, wie ich diese Begriffe prägen möchte. Für mich sind Selbstfürsorge und Achtsamkeit mittlerweile die Basis von gut funktionierenden Beziehungen. Frei nach dem Motto: Geht’s mir gut, geht´s meinen Beziehungen gut.

Wenn du jetzt mal ein bisschen in dich hineinspürst… Was löst dieser Satz bei dir aus? Bekommst du eine bejahende Haltung oder empfindest du Ablehnung? Kannst du dir vorstellen, dass es für dich als MaPa möglich ist, dass es deiner Familie gut geht, wenn es dir gut geht oder denkst du dir, dass das nicht möglich ist?

Ich kann dir versichern: Es IST möglich!! Ich habe es bei mir erfahren und bei so vielen KundInnen gesehen, welche großartigen Dinge in Bewegung kommen, wenn sie beginnen mit sich selbst liebevoller umzugehen und sich Me-time zugestehen.


Vielleicht fragst du dich jetzt wie das möglich ist. Wenn du dir diese Frage bereits stellst, darfst du jetzt mal unglaublich stolz auf dich sein, denn das ist der erste Schritt für ein bewussteres Familienleben.

Vielleicht magst du, nachdem du diesen Artikel gelesen hast, einmal kurz die Augen schließen. Welche Situationen gab es in deinem Leben, in denen du das Gefühl hattest, dass euer Familienleben rund läuft, frei von Stress und Anspannung?

Und welche Situationen gab es, in denen du dir denkst, dass du der Hölle sehr nahe warst?

Was ist der Unterschied zwischen beiden Situationen? Wart ihr bei der ersten Situation vielleicht in Urlaub, habt euch die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und du warst super entspannt?

Im Gegensatz dazu steht vielleicht die zweite Situation. Bist du gestresst von der Arbeit direkt zum Kindergarten gefahren und hast deine Kids geholt?

Ich denke du verstehst auf was ich hinaus möchte. Was kannst du jetzt tun, um schnell und einfach mehr Selbstfürsorge in deinen Tag zu integrieren?


Dazu kannst du dir gerne folgende Fragen stellen:

Was tut mir gut? Was macht mir Freude? Mit welchen Menschen würde ich gerne mehr Zeit verbringen? Wo fühle ich mich wohl? Wo tanke ich Energie auf? Wie kann ich mir jeden Tag 30 Minuten für mich nehmen?

Mit diesen Fragen wirst du ein Gefühl dafür bekommen, was du brauchst. Und dann geht’s ans Umsetzen - häufig der schwierigste Part. Hier bleiben wir oft in den schönen Träumen und Gedanken hängen und es bleibt dann doch wieder nur beim Wunsch.

Um schneller in die Umsetzung zu kommen, darfst du dich fragen: Welche Mini- Kleinigkeit von meiner Liste kann ich ab morgen in meinen Alltag integrieren?

Vielleicht ist dazu ein Gespräch mit deinem Partner/ deiner Partnerin nötig, da ein bisschen etwas umorganisiert gehört. Ich bin jedoch absolut davon überzeugt, dass ihr eine Lösung findet, denn wenn man beginnt, ehrlich die eigenen Bedürfnisse zu äußern, ergibt sich der Rest meist von Selbst.


Und falls du jetzt sagst: „Moment, so schnell geht das bei mir nicht. Ich muss da echt viel organisieren! Ich werde kaum unterstützt, muss arbeiten, etc.“ möchte ich dir noch Folgendes mit auf deinen Weg geben: DU bist die wichtigste Person in deinem Leben und Stress, Ärger und sonstige negativen Gefühle tun niemandem gut. Also falls du deine Liste nicht sofort umsetzen möchtest/ kannst dann nimm dir zumindest ein paar Mal am Tag Zeit, um bewusst zu atmen. Drei tiefe Atemzüge und du wirst merken, dass du sofort gelassener bist. Und falls du eher vergesslich bist, dann stell dir einen Wecker.


Du siehst, wie wichtig es mir ist, dass du gut für dich sorgst! Ausreden zählen nicht 😉


Zum Abschluss noch ein Gedanke: Was wäre, wenn du dich mal so um dich kümmern würdest wie um deine Kids?


Alles Liebe,

Jacqueline


P.S. Falls du dir jetzt denkst, dass es doch mal an der Zeit wäre besser für dich selbst zu sorgen, schau dir gerne mein Programm Mom´s time an 😊