Gedankenmagie für schwierige Situationen


Manchmal läuft doch echt alles schief, ab dem Zeitpunkt, wenn unsere Füße in der Früh den Boden berühren. Doch das muss so nicht sein. Wie du deinem Kind beibringst, mit den eigenen Gedanken umzugehen, erfährst du in diesem Beitrag.

Klingt ja erstmal zu schön, um wahr zu sein. Doch tatsächlich können wir unsere Gefühle beeinflussen indem wir uns mit unseren Gedanken auseinandersetzen.

Stell dir vor du stehst in der Früh auf und steigst auf das Spielzeug deines Kindes. Es tut unglaublich weh und du ärgerst dich. Du weckst deine Kids schlecht gelaunt auf und stellst fest, dass sie heute so unselbständig sind wie sonst nie. Dann ziehst du dich an und schüttest dir den Kaffee auf deine Lieblingsbluse, die du heute beim Meeting in der Arbeit, anziehen wolltest. Ich glaub du hast eine Idee von was ich schreibe. Du hast solche Tage bestimmt schon mal erlebt, Tage an denen nichts gelingen möchte.

Du kannst bei der ersten Situation deinem Kopf liebevoll mitteilen, dass er sich da nicht reinsteigern muss und es ok ist. Und ich hab vollstes Verständnis, dass man sich ärgert, wenn so viele Dinge herumliegen, doch die Kunst ist es entspannt zu bleiben.

Also frag dich bei der ersten Situation, die du durchlebst, ob sie es tatsächlich wert ist weiter Ärger in dir zu erschaffen. Atme tief durch oder verwende sonst irgendein Tool, bei dem du gut deinen Frust rauslassen kannst.


Jetzt kommt der spannende Teil…Wie legst du das auf deine Kids um?

Ich gebe dir wieder ein Beispiel. Dein Kind steht in der Früh auf und findet das Lieblingsstofftier nicht. Danach setzt es sich zum Esstisch und Mama und Papa streiten. Eigentlich wollte es ja nur erzählen, dass das Stofftier weg ist. In der Schule will sein bester Freund heute mit einem anderen Kind spielen… Dann kommt dein Kind irgendwann nach Hause und ist frustriert, vielleicht kurz davor wütend zu werden. Vermutlich fragst du was los ist. Anfangs erzählt dein Kind nicht wirklich was, doch dann rückt es raus „Mich mag keiner“

Sagst du „Na geh, das stimmt ja gar nicht“ und machst dann weiter oder nimmst du dir Zeit, um herauszufinden was wirklich, wirklich hinter der Aussage deines Kindes steckt?


Ich möchte dir hier ein paar super kraftvolle Fragen mitgeben, die euer Gespräch wirklich von Grund auf verändern können.

1. Fragen: Ist das wirklich wahr?

Bitte dein Kind nochmal zu prüfen, ob es wirklich denkt, dass auf der ganzen weiten Welt niemand ihn/sie lieb hat. Kann es mit 100 prozentiger Sicherheit sagen, dass er/sie von allen Menschen auf der ganzen weiten Welt nicht gemocht wird?

2. Frage: Wie fühlt es sich an, wenn du glaubst, dass dich keiner mag?

Prüfe mit deinem Kind, welche Gefühle auftauchen, wenn es die Situation glaub? Ist es Wut, Ärger, Frust, Trauer? Alles ist in Ordnung

3. Frage: Wie würde es sich anfühlen, wenn du nicht mehr glauben würdest, dass dich niemand mag?

Überprüft die Kehrseite. Wie ist das Gefühl geliebt, wertgeschätzt und gemocht zu werden?

4. Frage: Wie kannst du „niemand mag mich“ umkehren?

Wie kann die Feststellung umformuliert werden, dass sie positiv dargestellt wird? z.B. „Irgendwer mag mich sicher“. Kannst du dich erinnern, dass bei deinem Geburtstag alle Freunde da waren? Bringe Beispiele die beweisen, dass es Menschen gibt die dein Kind mögen


Ich finde diesen Ablauf so unendlich wichtig! Dein Kind wird spielerisch erkennen, welch eine große Rolle die eigenen Bewertungen, in ungewollten Situationen spielen. Es wird so seine Selbstwirksamkeit zurückbekommen. Und kleiner Tipp am Rande, auch für uns Erwachsene ist das eine mega Strategie 😉


Alles Liebe,

Jacqueline


P.S. Mein Programm WUTZWERG startet ab 15.10. Melde dich super gern an, wenn Wut, Ärger und der Umgang mit „negativen“ Gefühlen bei euch zu Hause Frustration erzeug.